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Beindurchblutungsstörungen

Beindurchblutungsstörungen bei Atherosklerose

Atherosklerose ist die häufigste Ursache von chronischen arteriellen Durchblutungsstörungen der Beine. Diese werden zusammenfassend als arterielle Verschlusskrankheit (AVK) bzw. periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) bezeichnet. Über den Lauf  meist mehrerer Jahre entwickeln sich zunehmende Gefässverengungen, welche bei kontinuierlichem  Fortschreiten allmählich zunehmende Symptome mit Einschränkungen der Gehfähigkeit und späteren weiteren möglichen Komplikationen bedingen.

 

Darstellung einer Gefäßverengung im Ultraschall

 

Arterielle Embolien

Eine andere seltenere Möglichkeit für akute arterielle Gefässverschlüsse ergibt sich aus der Eigenschaft frischer Blutgerinnsel, sich am ursprünglichen Entstehungsort ablösen zu können. In diesem Fall gelangt das Blutgerinnsel (Thrombus) als sog. Embolus mit dem Blutstrom in entferntere, oftmals dünnkalibrigere Gefässabschnitte und kann dort zur vollständigen Verlegung des Gefässlumens (Embolie) führen. Der embolische Beinarterienverschluss führt zu plötzlich einsetzenden , meist hochgradigen Schmerzen mit Pulslosigkeit, Abblassung und Abkühlung der betroffenen Gliedmasse. Jeder akute Beinarterienverschluss erfordert eine sofortige Behandlung im Krankenhaus, damit nach Möglichkeit die betroffene Gliedmasse gerettet werden kann.

 

Stadien und Verlauf der arteriellen Verschlusskrankheit (AVK):

Im Frühstadium verursacht eine AVK noch keine Symptome. Dennoch können mit apparativen Untersuchungsverfahren durchaus schon beginnende Gefässveränderungen nachweisbar sein (Stadium I).

Bei weiterem Fortschreiten der Gefässverengungen entwickeln sich belastungsabhängige Schmerzen in den minderdurchbluteten Weichteilen der Beinmuskulatur, meist im Wadenbereich. Infolgedessen kann mit zunehmender Schwere der Mangeldurchblutung nur noch eine mehr oder weniger begrenzte Gehstrecke ohne Einlegung von Pausen bewältigt werden (Claudicatio intermittens, Schaufensterkrankheit, Stadium II). Liegt die zurücklegbare Gehstrecke noch oberhalb 200 Metern, liegt ein Stadium IIa vor, bei Gehstreckenverkürzungen auf weniger als 200 Meter ein Stadium IIb.

Bei weiterer Zunahme der Gefässverengungen kommt es zu anhaltenden Mangeldurchblutungen auch bei körperlicher Ruhe mit mehr oder weniger permanent vorhandenen Ruheschmerzen (Stadium III).

Schliesslich entwickeln sich Gewebsuntergänge (Nekrosen, Stadium IV): Bei trockenen Nekrosen zeigt sich ein trocknes Absterben betroffener Gliedmassen (Mumifizierung, “schwarzer” Zeh oder Fuss). Im Falle lokaler Keimbesiedlungen entwickeln sich eitrig belegte Entzündungen (feuchte Gangrän). In solchen Fällen ist der Patient durch Keimstreuungen in benachbarte Weichteile oder in die Blutbahn (Sepsis) besonders  gefährdet.

Wadenschmerzen, welche nur bei muskulären Belastungen, z.B. beim Gehen auftreten, entsprechen bei Vorliegen einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit dem Stadium II; sind Wadenschmerzen auch im Ruhezustand vorhanden, ist von einem Stadium III auszugehen.

 

Copyright: Prof. Dr. Piper, Meduna-Klinik, 56864 Bad Bertrich,
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